| Theaterprojekt
für Seniorenpflegeheime Königin mit Rädern unten dran
„BewohnerInnen von Altenpflegeheimen haben ein starkes
Bedürfnis nach kultureller Abwechslung, in ihren
ästhetischen Ansprüchen bleiben sie im Heimalltag
häufig unterfordert.“ (Artemis Generationentheater 2003) |
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| Ausgangssituation-
Vorüberlegungen:
Im Land Salzburg leben 5200 hochbetagte Menschen in 766
öffentlichen und 9 privaten Seniorenpflegeheimen.
Die Übersiedlung in ein Seniorenpflegeheim und daraus resultierend das Leben im Heim geschieht selten freiwillig. Begründet ist das Leben im Heim immer mit einer vorhergegangenen Verschlechterung des Gesundheitszustandes und einem daraus resultierenden Hilfebedarf. HeimbewohnerInnen verabschieden sich beim Einzug ins Seniorenpflegeheim von einem Teil Ihres Lebens, von Gegenständen, von Möbeln, von Wohnungen, von Umgebungen und auch von gewohnten kulturellen Aktivitäten. Diese Verluste werden als belastend erlebt und führt häufig zu Krisen, die sich in depressiven Symptomen zeigen können.
In den letzten Jahren wurde zunehmend erkannt, dass neben einer
hochwertigen Pflege der BewohnerInnen, ein Heim auch Leben und
Normalität bieten muss. Kulturelle Angebote und
Aktivitäten, die Abwechslung und Unterhaltung in den
Heimalltag bringen, werden immer wichtiger und gelten zunehmend als
Qualitätsmerkmal.
„Wenn unser Publikum seine vier Wände nicht mehr verlassen kann oder will, dann kommen wir eben zu unserem Publikum!“ Unter diesem Motto wurde im Jahr 2002 von Artemis Generationtheater Klagenfurt das Stück „Königin mit Räder untendran“ extra für HeimbewohnerInnen entwickelt. Der Entwicklung des Stücks ging eine Analyse der kulturellen Bedürfnisse der BewohnerInnen von Seniorenpflegeheimen voraus (Ergebnis siehe Zitat ganz oben). Begleitend zum Stück wurde eine Studie erstellt, die parallel zu den Aufführungen, mittels Interviews mit alten Menschen, Angehörigen und mit dem Personal, sowie durch Beobachtung des Publikums während der Aufführungen die Tauglichkeit des Stücks für SeniorInnen überprüfte. Die Studie erscheint im Herbst 2004. Die Produktion ist absolut mobil, kann in jedem Alterheim- oder jeder Alteninstitution ohne besondere Anforderungen an Raum und Technik aufgeführt werden. Die Aufführungen des Stücks in Kärnten zeigten, dass die „Königin mit Rädern unten dran“ die hochbetagten Menschen herausforderte. Das Publikum reagierte stark auf die Interaktionsangebote im Stück, beantworteten Fragen und sangen Lieder mit. Auch demente BewohnerInnen folgten dem Stück gespannt.
Der Verein
KULTUReif hat sich die Rechte des Stücks
für Salzburg gesichert und plant das Stück in
Salzburger Seniorenpflegeheimen aufzuführen. Geplante Premiere im April 2005, Aufführungszeitraum ist ein Jahr. |
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Es ist ein ungewöhnlicher Tag an dem
wir Frau Inge kennen lernen, denn er ist vollgepflastert mit Pannen:
dort, wo sie sonst alleine und ungestört putzt, sitzen heute
Menschen, das Publikum. Trotz anfänglicher Verunsicherung
beginnt sie scheinbar souverän ihre tägliche
Putzroutine. Menschen sind Frau Inge nicht besonders wichtig:
Sie werden von ihr höflich wahrgenommen, aber sie will nicht
näher mit ihnen in Kontakt treten. Doch heute ist es anders.
Im Laufe des Putzens steigt ihre Freude an deren Anwesenheit, endlich
kann sie einmal ihr komplettes Putzsystem erklären und
vorführen.
Nach dem Putzen geht es in die wohlverdiente Pause. Doch plötzlich geschieht das Unerwartete und Unmögliche: In die Putzutensilien und in den Müll kommt Leben. Wie von Zauberhand verändern sich die Dinge, gestalten sich um, ordnen sich neu, bis eine lebensgroße Puppe einer alten Dame entsteht. Frau Inge fühlt sich durch die Anwesenheit der alten Dame gestört, sie ist in Eile, die Pause ist zu Ende, der Chef wartet -Die alte Dame hat alle Zeit der Welt. Sie will rasten, ein wenig plaudern, ihr Kleid soll glattgestrichen werden, die Haare entwirrt... Frau Inge, teils gutmütig, teils entnervt, vergisst ihre Pflichten, als sie Einzelheiten aus dem Leben der alten Dame erfährt und gemeinsame Vorlieben entdeckt. Sie richtet sogar eine Geburtstagsparty mit Torte und Gesang aus, der gemeinsame Geburtstagstanz wird aber jäh durch das Klingeln ihres Handys unterbrochen. Der Chef fragt, wo sie bleibt. Als sie sich wieder zu der alten Dame umdrehen will, ist diese wieder verschwunden. Beglückt und verwirrt läuft Frau Inge ab. Dauer: ca. 45 min. Personen: 1 Schauspielerin
Das Stück arbeitet mit Musik, szenischer Bildersprache,
clownesken Elementen und ermöglicht Interaktion mit dem
Publikum. Inhaltlich werden Erinnerungen hochbetager Menschen ebenso
aufgegriffen wie erlebte Abschiede. Der Inhalt ist
intellektuell erfassbar, bietet aber auch emotionale Berührung.
Die Aufführung des Theaterstücks unterbricht die Routine des Heimalltages, versetzt HeimbewohnerInnen in eine andere Welt und lenkt die Aufmerksamkeit von Schmerzen und körperlichen Beschwerden ab. Projektteam: Mag. Andrea Beringer: Schauspiel Klinische- u. Gesundheitspsychologin, eingetragene Psychotherapeutin, Tanzpädagogin und Tanztherapeutin (Bewegungsanalyse C.Rick), Tänzerin und Performerin. Fünf Jahre Mitglied beim Theater Panoptikum in Salzburg Zahlreiche Bewegungs- u. Tanzperformance Auftritte (Solo / Gruppe) Als Psychologin im Haus für Senioren im Diakonie Zentrum Salzburg und in freier Praxis tätig. Christel Fasching: Regie Regisseurin und Theaterpädagogin, seit 5 Jahren Leiterin der ersten Salzburger Seniorentheatergruppe „Salzburger Spätlese“ Sonja Schiff: Organisation, Öffentlichkeitsarbeit
Akademische Gerontologin, dipl. Gesundheits- und Krankenschwester mit
langjähriger Erfahrung im Altenpflege-Management,
Geschäftsführerin des 50plus- Kompetenzzentrums
Care.Consulting, Initiatorin und Projektleiterin des SeniorInnenradios
„RadioAktiv“ beim Freien Rundfunk Salzburg. |
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Erzählt - Gespielt - Getanzt eine Märchenreise |
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"Es war einmal...es war keinmal
vor langer, langer Zeit...gar nicht langer Zeit ...als es die Zeit noch nicht gab..." ....Märchen
sind Geschichten, immer gültig und von einer Wahrheit, die
wir mit unserem logischen Denken zunächst nicht ergründen
können.. Sie sollen den Zuhörer in eine besondere
Stimmung versetzen, ihn in eine fremde und trotzdem vertraute,
bekannte Welt hineinbegleiten.
Märchen sind überlieferte Erzählungen für Erwachsenen, die erst viel später "nur" als Kindergeschichten "vermarktet" wurden. Es sind überlieferte Geschichten, tief aus der Seele eines Volkes kommend, Urweisheiten, Bilder mit ewigen Werten und Weisheiten. Und da ist es völlig unbedeutend, ob wir vor 4000 Jahren in Afrika gelebt haben, oder heute in einer Großstadt....... Märchen sind also jedem Menschen, jeden Alters vertraut, wenn auch vielleicht im Moment verschüttet, können sie doch wieder ausgegraben, immer wieder neu gehört und erlebt werden. Durch Musik, Tanz, Einbinden aller Sinne werden die Zuschauer eingeladen, aktiv am Geschehen teilzunehmen.
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| Theaterauftritte * Mitglied der Bewegungstheatergruppe - THEATER sprechende Körper PANOPTIKUM - unter der Leitung von Arturas Valudskis 1997 - 2002 * THEATER sprechende Körper PANOPTIKUM - FLIEGE LIEGE GEH - Uraufführung TOIHaus Theater Salzburg (November 1997) * TOIHaus Theater Salzburg - Ghetto Art Salon "DAS DING MACHT MICH VERRÜCKT" - (Choreographie: Valudskis/Beringer) Vier Tanzminiaturen zum Thema Zwang. Performer: Arturas Valudskis und Andrea Beringer (Februar 1998) |
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| * Teilnahme an den Theatertagen
Europäischer
Kulturen in Paderborn und beim Theaterfestival in Holzhausen
und Millstatt, gemeinsam mit dem THEATER sprechende Körper
PANOPTIKUM mit dem Stück "FLIEGE LIEGE GEH" (Juni
1998) * THEATER sprechende Körper PANOPTIKUM - ELISAVETA BAM - (nach Daniil Charms) Uraufführung TOIHaus Theater Salzburg (Januar 1999) *THEATER sprechende Körper PANOPTIKUM - ...UND DIE FINSTERNIS HAT ES NICHT ERFASST Uraufführung im Kreuzgang des Stifts Millstatt, im Rahmen der Millstätter Musikwochen (Juli/August 1999) * THEATER sprechende Körper PANOPTIKUM - EINS, ZWEI, DREI, NICHTS PASSIERT! (nach Daniil Charms) Uraufführung TOIHaus Theater Salzburg (Juni 2000) *Teilnahme am Amateurtheaterfestival in Girona, Spanien mit der Theatergruppe PANOPTIKUM (September 2000) |
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